Grundlagen

Ferienfreizeiten 2018

Seit über 60 Jahren gibt es die Ferienfreizeiten der Christengemeinschaft, und sie erfreuen sich ungebrochenen Zuspruchs. Der Kreis von Leiterinnen und Leitern trifft sich Jahr für Jahr, um die Idee der Ferienfreizeiten immer wieder neu aufzugreifen, sie lebendig und zeitgemäß umzusetzen und auf die pädagogischen Erfordernisse der Zeit abzustimmen.

Unsere Grundlagen sind die Waldorfpädagogik und das religiöse Leben, wie es in der Christengemeinschaft gelebt wird. Zu der Idee der Ferienfreizeiten gehört es, Kindern und Jugendlichen wirkliche Begegnungen zu ermöglichen: Begegnung mit der Natur, mit den eigenen Stärken und Schwächen, mit der Geborgenheit der kleinen Gruppe und der Dynamik der großen Gemeinschaft in einer Ferienfreizeit. Aus diesem Erleben erfahren die Kinder und Jugendlichen eine Stärkung ihrer Persönlichkeit, so dass sie den Anforderungen ihres Lebens ermutigt begegnen können.

Den Rahmen unserer Ferienfreizeiten bilden die Rhythmen des Tages und der Woche mit der festlichen Gestaltung der Sonntage, an denen wir die Sonntagshandlung für die Kinder, den Kindergottesdienst der Christengemeinschaft bzw. die Menschenweihehandlung, wie der Gottesdienst in der Christengemeinschaft heißt, feiern.

Der Tageslauf ist geprägt von einem Wechsel zwischen Gruppenaktivitäten, freiem Spiel, Zeiten der Ruhe und Unternehmungen mit der gesamten Ferienfreizeit. Jeder Tag wird eingerahmt von den gemeinsamen Morgen- und Abendkreisen mit Liedern, Geschichten und Berichten über den Tag.

Unsere Ferienfreizeiten werden bundesweit ausgeschrieben und finden an verschiedenen Orten in Deutschland und im Ausland statt. Rund 400 Kinder und Jugendliche fahren jedes Jahr mit uns in die Ferien. Sie werden von ca. 100 Gruppen- bzw. Freizeitleiter*innen betreut, die alle ehrenamtlich für die Ferienfreizeiten tätig sind.

Alle Kinder und Jugendlichen sind herzlich willkommen.

Die Mitgliedschaft in der Christengemeinschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme, und es wird nicht konfessionell geworben.

Gemeinnützig, mildtätig, sozial
Der Verband der Sozialwerke der Christengemeinschaft e.V. ist ein offiziell als gemeinnützig und mildtätig anerkannter Verein. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert und sind selbstlos tätig. Wir sind Mitglied im Paritätischen Gesamtverband, einem Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, sowie dem Paritätischen Bildungswerk, Deutschland.

Eltern, die den Beitrag für eine Ferienfreizeit nicht in voller Höhe aufbringen können, bitten wir, gleich bei der Anmeldung mit uns über die Beantragung möglicher öffentlicher Zuschüsse, eine Reduzierung des Teilnahmebeitrags oder eine Ratenzahlung (ohne weitere Kosten) zu sprechen. Soweit es in unseren Möglichkeiten liegt, soll niemand aus finanziellen Gründen zu Hause bleiben.

Erfahrene, ausgebildete Betreuer*innen, intensive Vorbereitung
Die Leiter*innen der Ferienfreizeiten sind pädagogisch erfahrene Pfarrer*innen der Christengemeinschaft und Menschen mit pädagogischer Ausbildung und/oder langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet. Die Leiter*innen der Ferienfreizeiten bilden sich regelmäßig auf einem von uns durchgeführten Lehrgang fort.

Unsere Betreuer*innen werden auf unserem Jugendleiterlehrgang, der speziell auf unsere Belange hin konzipiert ist, geschult und intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet. Die einzelnen Teams der Ferienfreizeiten treffen sich darüber hinaus zu individuellen Vorbereitungen "ihrer" Ferienfreizeit und danach zur Evaluation. Alle Leiter*innen und Betreuer*innen der Ferienfreizeiten sind unentgeltlich, freiwillig und ehrenamtlich - um der Kinder und Jugendlichen willen - tätig.

Altersgerechte, intensive Betreuung
Die Kinder werden in altersgemäßen und nach Geschlechtern getrennten Gruppen betreut. Jeweils ein*e Betreuer*in ist die ganze Ferienfreizeit hindurch für "seine/ihre" Kinder verantwortlich und betreut sie den ganzen Tag hindurch vom Aufstehen bis zum Zu-Bett-Gehen; auch darüber hinaus haben die Gruppenleiter*innen stets ein offenes Ohr für die Kinder. Zusätzlich gibt es Betreuer*innen, die keine Gruppe leiten, sich jedoch nach Bedarf um einzelne Kinder kümmern oder zur Unterstützung in die Gruppen gehen können.

In den Ferienfreizeiten für Jugendliche sind die Gruppen altersübergreifend und nach Geschlechtern getrennt. Für jede Gruppe ist ein*e Betreuer*in zuständig, der/die den ganzen Tag hindurch mit den Jugendlichen die Ferienfreizeit durchlebt. Die Leiter*innen haben das ganze Geschehen der Ferienfreizeit im Blick und stehen den Betreuer*innen mit Rat und Tat zur Seite. Gerne stehen sie für Auskünfte und, falls nötig, für Gespräche bezüglich der Kinder bzw. Jugendlichen zur Verfügung. Unser Betreuerschlüssel liegt bei 1:5.

Ausführliche Informationen
Die Teilnehmer*innen bzw. deren Erziehungsberechtigte erhalten rechtzeitig vor Beginn der Freizeit ausführliche Rundbriefe, Merkblätter und Packlisten mit der genauen Adresse des Ortes der Ferienfreizeit, den An- bzw. Abreisezeiten usw.

Während der Ferienfreizeiten sind die Leiter*innen in Notfällen auch telefonisch zu erreichen.

Übersichtliche, faire Teilnahmebeiträge
Unsere Teilnahmebeiträge sind "Inklusivpreise" - in den Teilnahmebeiträgen enthalten sind die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung, Fahrtkosten (Bus, Fähre) ab dem/bis zum angegebenen Treffpunkt zum/ab dem Ort der Ferienfreizeit, Ausflüge, Materialkosten und - je nach Ferienfreizeit - Kanunutzung oder Reitstunden, eine Unfall- und Haftpflichtversicherung sowie ein Reisepreissicherungsschein.

Nicht im Preis enthalten sind individuelle Aufwendungen für die An-/Abfahrt zum/vom angegebenen Treffpunkt bzw. Ort der Ferienfreizeit, persönliche Ausrüstung wie beispielweise Schlafsack, Rucksack, Packsack, Wanderschuhe etc., eine Reiserücktrittskostenversicherung oder ggfls. eine Auslandskrankenversicherung.

Präventionskonzept
Zur Vermeidung von sexuellem Missbrauch in unseren Ferienfreizeiten haben wir ein entsprechendes Präventionskonzept entwickelt, in dem wir die Leitlinien des Paritätischen Gesamtverbands berücksichtigen. Alle Freizeitleiter*innen und hauptamtlich Tätigen legen bei uns ein erweitertes Führungszeugnis vor und weisen somit nach, dass keine Gründe für einen Tätigkeitsausschluss im Sinne des § 72 a des Bundeskinderschutzgesetzes gegen sie vorliegen. Für unsere Betreuer*innen gilt, dass sie eine entsprechende Erklärung unterschreiben müssen. Weiterhin finden zu diesem Thema regelmäßig Fortbildungen statt, an denen unsere Leiter*innen und Betreuer*innen teilnehmen. Teilnehmer*innen, Eltern, Gruppen- und Freizeitleiter*innen können sich jederzeit an die Mitarbeiter der Anlaufstelle der Christengemeinschaft für Missbrauchsfragen wenden: www.christengemeinschaft.de/org/org2/index.html